SG Bachem/Walporzheim

Informationen rund um die SG Bachem/Walporzheim sowie ihrer Einzelvereine SV Bachem und SV Walporzheim. Jeder ist eingeladen, hier Informationen und Meinungen zu veröffentlichen.
 
StartseiteStartseite  FAQFAQ  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  Login  

Austausch | 
 

 Stellungnahme des Vorstand des SV Bachem

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Reiner



Anzahl der Beiträge : 1982
Anmeldedatum : 07.01.08

BeitragThema: Stellungnahme des Vorstand des SV Bachem   So 22 März 2015, 17:23

Am Montag, 23. März 2015, entscheidet der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler über den zukünftigen Standort des Neubaus eines Hallenschwimmbades. Als Standort für dieses Schwimmbad wird wahrscheinlich der Sportplatz Bachem ausgewählt, so dass dieser dann nicht mehr für die Fußballer des SV Bachem und der SG Bachem/Walporzheim nutzbar sein wird.

Die Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler hat zu diesem Thema eine Sportentwicklungsanalyse in Auftrag gegeben und nun veröffentlicht, siehe

http://stadt.bad-neuenahr-ahrweiler.de/sv_bad_neuenahr_ahrweiler/Aktuelles/Pressemitteilungen/M%C3%A4rz%202015/Sportentwicklungsanalyse/

Leider wurde diese Analyse durch die Europäische Akademie des Rheinland-Pfälzischen Sportes Trier (Sportakademie) erstellt, ohne die beteiligten Vereine einzubeziehen, so dass diese Analyse einige erhebliche Fehleinschätzungen beinhaltet.

Da uns viele Anfragen von Vereinsmitgliedern und vor allem von besorgten Eltern erreichen mit der Frage, was denn der Vorstand des SV Bachem gegen den drohenden Wegfall der wichtigen Sportstestätte unternehme, wird die Stellungnahme des Vorstands, welche an den Bürgermeister Herrn Orthen, den Ersten Beigeordneten Herrn Koch, sowie an alle Stadtratsmitglieder sowie die Presse versandt wurde, nachfolgend veröffentlicht.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Reiner



Anzahl der Beiträge : 1982
Anmeldedatum : 07.01.08

BeitragThema: Re: Stellungnahme des Vorstand des SV Bachem   So 22 März 2015, 17:27

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Orthen,
sehr geehrter Herr Beigeordneter Koch,
sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates,

ich schreibe Ihnen im Namen des SV Germania Bachem, da am kommenden Montag, 23. März, im Stadtrat über den eventuellen Wegfall des Sportplatzes in Bachem, der sportlichen Heimstätte unseres Vereins, entschieden wird, um dort das neue städtische Hallenbad zu errichten.

Ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist Reiner Ehlen, 45 Jahre alt, seit 21 Jahren Jugendtrainer bei der SG Bachem/Walporzheim und fast genau so lange mit einer kurzen Unterbrechungauch Jugendleiter des SV Germania Bachem, neben dem SV Walporzheim einer der beiden Partnervereine der SG Bachem/Walporzheim.

Da für die Standortentscheidung sicher viele Informationen eine Rolle spielen, aber Fehlinformationen sicherlich nicht entscheiden sollten, bitten wir Sie, unsere nachfolgende Stellungnahme zur Sportentwicklungsanalyse der Europäischen Akademie des Rheinland-Pfälzischen Sportes zu lesen.

Diese Sportentwicklungsanalyse ( siehe http://stadt.bad-neuenahr-ahrweiler.de/sv_bad_neuenahr_ahrweiler/Aktuelles/Pressemitteilungen/M%C3%A4rz%202015/Sportentwicklungsanalyse/ )

, welche wir leider erst vor kurzem über die Presse zur Kenntnis genommen haben, obwohl sie bereits im Januar erstellt wurde, beinhaltet ebenso wie die dazugehörige Presseerklärung grobe Fehleinschätzungen, auf die wir Sie nachfolgend hinweisen. Wir bitten Sie, diese Hinweise bei Ihrer Meinungsfindung für die Stimmabgabe am kommenden Montag zu berücksichtigen.

Die nachfolgenden blau gekennzeichneten Aussagen der Presseerklärung und der Sportentwicklungsanalyse kommentiere ich jeweils anschließend. Dabei werden die aus unserer Sicht falschen Aussgen nach der Reihenfolge komentiert und nicht nach Wichtigkeit, damit Sie in der Ihnen vorliegenden Analyse nicht hin und her blättern müssen.

Folgende Fehleinschätzungen haben wir festgestellt:

1.)

In der Presseerklärung der Stadt steht:

"Seitens der Verwaltung bestehen zudem Überlegungen, die Möglichkeiten des Trainingsbetriebes zukünftig verstärkt auch auf den Samstag auszuweiten. Bislang findet der Trainingsbetrieb (mit wenigen Ausnahmen) ausschließlich in der Woche statt, während die Wochenenden dem Spielbetrieb vorbehalten sind. Mit Änderungen bei dieser Regelung, die einhergeht mit einer zunehmenden Eigenverantwortung der Vereine bei der Platznutzung, könnte man zudem auch den Vereinen entgegenkommen und Kinder und Jugendliche erreichen, die am Ganztagsschulbetrieb teilnehmen. Zudem stehen an den Wochenenden eventuell auch weitere ehrenamtliche Übungsleiter/Trainer zur Verfügung."

Richtig ist: Ein Training am Wochenende wird nur in absoluten Ausnahmefällen stattfinden. Am Wochenende findet in der Regel der Spielbetrieb statt, so dass ein zusätzliches Training nicht sinnvoll ist und auch überhaupt nicht in das Freizeitverhalten der Sportler passt. Es gibt ja nicht nur Fußball. Wer behauptet, dass durch Trainingszeiten am Wochenende zusätzliche ehrenamtliche Trainer gewonnen werden könnten, agiert oberflächlich und uninformiert. Dies wird sicherlich nicht der Fall sein.

2.)

Weiter steht in der Presseerklärung:

"In Folge einer Standortentscheidung für das Ahrstadion Ahrweiler oder den Sportplatz Bachem und einer dann späteren Umsetzung (nach einem Planungs- und Genehmigungsverfahren wie auch der Sicherstellung der Finanzierung des Hallenbadneubaus) wäre eine Überarbeitung der Belegung der städtischen Sportplätze erforderlich. Hierzu würde die Stadt dann zu gegebener Zeit einen entsprechenden Abstimmungsprozess mit den betreffenden Sportvereinen einleiten."


Warum will die Stadt erst zu gegebener Zeit auf die betreffenden Sportvereine zugehen? Warum wird ein solches Konzept nicht vor der genannten Standortentscheidung besprochen, um die Vereine mit ins Boot zu nehmen und deren Sorgen zu nehmen?

3.)

In der Standortanalyse der Sportakademie steht auf Seite 4:

"Insgesamt wird darauf hingewiesen, dass die Analyse keine bzw. nur sehr begrenzt lokale Besonderheiten in der örtlichen Schul- und Vereinsstruktur berücksichtigt. Aufgrund der nur geringen Entfernungen zwischen den Sportplätzen kann hierauf aus rein sportlichen Gesichtspunkten auch verzichtet werden."

Viele Kinder kommen mit dem Fahrrad zum Training. Daher spielt die Entfernung eine wichtige Rolle, insbesondere bei winterlicher Witterung.

4.)

auf Seite 9 steht zum Sportplatz Walporzheim

Zusätzlich steht angrenzend eine Trainingsfläche mit Tennenbelag zur Verfügung. ....

Der Tennenplatz, der auch als öffentlicher Bolzplatz dient, müsste bei einer intensiveren Benutzung einer intensiveren Pflege und ggf. Erneuerung unterzogen werden. Zudem sollte dann die punktuelle Nutzung als Parkplatzfläche möglichst entfallen."


Der Tennenvorplatz in Walporzheim ist aufgrund der Größe, seiner Beschaffenheit sowie unter anderem aufgrund der mangelhaften Umzäunung für ein fundiertes Sportträining nicht nutzbar, selbst nach einer Erneuerung des Tennenfeldes. Zudem ist Nutzung als Parkplatzfläche aufgrund der ansonsten fehlenden Parkmöglichkeiten zwingend erforderlich. Es würden sicherlich massive Anwohnerbeschwerden folgen, wenn die Besucher des Sportplatzes in der angrenzenden Ahruferstraße ihre Parkmöglichkeiten suchen würden.

5.)

auf Seite 12 steht bezüglich der Auslastungsanalysen:

"Für den aktuellen Belegungsplan wurde auf Grundlage eines Nut-zungszeitraums von montags bis donnerstags (16.00 – 22.00 Uhr) die Auslastung der jeweiligen Sportstätten ermittelt (Trainingszeit)."

Wer Trainingszeiten an Werktagen ab 16 Uhr einplant, agiert realitätsfern. Die große Mehrzahl an ehrenamtlichen Trainern ist bis mindestens 16 Uhr berufstätig. Schon der heutige Trainingsbeginn 17 Uhr ist für manch einen eine Herausforderung. Zudem ist ef für viele Kinder aufgrund Ganztagsschule, Nachmittagsbetreuung und Schulhausaufgaben nicht möglich, um 16 Uhr auf dem Sportplatz zu sein. Wir haben bei unserer F-Jugend versucht, zur Entzerrung der Belegungszeiten das Training auf 16.30 Uhr vorzuziehen. Dies ist an den Beschwerden der Eltern aus den o.g. Gründen gescheitert. Und hier handelt es sich um Grundschulkinder.

Trainingszeiten bis 22 Uhr sind aus meiner Sicht nicht zumutbar. Mit Duschen, Umziehen und Heimfahrt ergibt sich eine "Schlafenszeit" von nach 23 Uhr, was für viele Berufstätige zu spät ist. Auch für die Platzwarte bedeutet eine Trainingszeit bis 22 Uhr, dass diese erst gegen 22.45 bis 23 Uhr ihren Dienst beenden können. Sind diese neuen Arbeitszeiten abgestimmt mit den betroffenen Mitarbeitern und mit dem Personalrat?

Somit ergibt sich eine Trainingskapatität von maximal 4,5 Stunden täglich von 17 bis 21.30 Uhr pro Sportstätte anstatt wie in der Studie angegeben von 6 Stunden. D.h. die tatsächliche Kapazität beträgt nur 75% der angegebenen Werte.

6.

Für den Sportplatz Bachem wird auf Seite 9 Donnerstags eine Nutzungszeit von 3,5 Stunden angegeben.

Richtig ist eine Nutzungszeit von 4 Stunden (17 bis 21 Uhr)

7.

Auf Seite 15 ist bezüglich des Fußballkunstrasens erwähnt, dass dort teilweise 2 bis 3 Mannschaften gleichzeitig trainieren.


Mit Ausnahme des Dienstagabends ab 19 Uhr trainieren von Oktober bis März und im Juji/Juli auch in Bachem stets mindestens 2 Mannschaften gleichzeitig, Montag und Donnerstag teilweise sogar 3 Mannschaften gleichzeitig.

8.

Auf Seite 15 wird erwähnt, dass zukünftig freitags ab 16 Uhr die Sportstätten für den Meisterschaftsspielbetrieb zur Verfügung stehen.

Die Spielplanvorgaben des Fußballverbandes erlauben Spiele freitags erst ab 17 Uhr, da den Auswärtsmannschaften keine frühere Anreise zuzumuten ist.

9.

Auf Seite 16 werden die Mitgliederzahlen des SV Bachem mit 346 und des SV Walporzheim mit 549 und somit insgesamt 895 Mitglieder angegeben.

Richtig ist, dass der SV Bachem 390 und SV Walporzheim 595 Mitglieder und somit insgesamt 985 Mitglieder hat, also rund 10% mehr. Mit den dazugehörigen Familien sicherlich eine große Anzahl an Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

10.

Auf Seite 18 wird die Schullandschaft geschildert.

Wurden die Schulen (Peter-Joerres-Gymnasium, Erich-Kästner-Schule, Boeselager-Schule, Don-Bosco-) befragt, ob sie am Standort Bachem lieber ein Schwimmbad oder eine gute Sportanlage nutzen möchten? Uns ist dies nicht bekannt.

11.

Auf Seite 19 steht unter Fazit und Empfehlungen:

"Die Auslastungsanalysen (s. 3. – 3.5) haben gezeigt, dass die kommunalen Sportstätten über ausreichend freie Kapazitäten verfügen, um den Anforderungen des Schul- und Vereinssports auch bei Wegfall eines Sportplatzes gerecht zu werden."

Wie dargelegt sind Trainingszeiten von 17 bis 21.30 Uhr darstellbar und nicht von 16 bis 22 Uhr. Somit stehen tatsächlich nur 75 Prozent der angegebenen Kapazitäten zur Verfügung.

12.

Auf Seite 20 steht unter Fazit und Empfehlungen:

"In den Planungsverfahren zum Schwimmbadneubau sollten aus unserer Sicht allerdings geprüft werden, ob am Standort Bachem ein Kleinspielfeld eingerichtet werden kann (als Ersatz für das vorhandene, in die Jahre gekommene Multifunktionsspiel-feld). Mit einem solchen Kleinspielfeld könnte insbesondere der Schulsport der angrenzenden Schulen sichergestellt werden. Um nahezu alle infrage kommenden Sportarten (ggf. auch quer über den Platz) ausüben zu können, wird in der Regel ein Spielfeld von 27 x 45 m inklusive Sicherheitszonen benötigt."



Eine begrüßenswerte Idee, aber damit ein solches Kleinspielfeld auch für den Spielbetrieb der Fußball E- und F-Junioren nutzbar ist, sollte die Größe des Spielfeldes gemäß Vorgabe des Fußballerbandes 35 x 55 Meter betragen, jedoch mindestens 35 x 50 Meter. Ein solches Kleinspielfeld sollte auf jeden Fall auch mit Flutlicht ausgestattet und als Kunstrasen erstellt werden, um es für den Vereinssport nutzen zu können.

14.

Auf Seite 21 steht unter Fazit und Empfehlungen:

"Aufgrund der bestehenden freien Kapazitäten der kommunalen Sportstätten können der SG Bachem/Walporzheim Alternativen zum Trainings- und Spielbetrieb angeboten werden."


Diese Alternativen sehen wir nicht. Entgegen der Angaben in der Analyse wird der Sportplatz in Bachem nicht nur von Oktober bis März, sondern auch von Anfang Juni bis Mitte Juli genutzt, da in dieser Zeit der Rasenplatz in Walporzheim für die jährlichen Pflegearbeiten stets geschlossen ist. Die SG Bachem/Walporzheim benötigt für ihren Trainings- und Spielbetrieb dauerhaft einen ganzen Sportplatz. Durch Wegfall des Platzes in Bachem sehen wir diese erforderliche Kapatzität nicht. Diese könnte aus unserer Sicht nur dann entstehen, wenn der Rasenplatz in Walporzheim in einen Kunstrasenplatz mit Flutlicht umgewandelt würde, damit dieser Platz dann ganzjährig nutzbar wäre. Ist diese Möglichkeit kostenseitig, insbesondere durch den Wegfall der Pflegearbeiten, insbesondere durch das akute Maulwurf-Problem, durch die Stadtverwaltung geprüft worden? Ist geprüft worden, ob es kostenmäßig Sinn macht und technisch möglich ist, die Flutlichtanlage Bachem nach Walporzheim zu verlegen?

Abschließend möchte ich noch einmal die sportliche Situation der SG Bachem/Walporzheim vorstellen.

Wir haben 7 Jugendmannschaften mit 125 Kindern sowie 2 Seniorenmannschaften und 3 Alte-Herren-Mannschaften. Wir nutzen den Sportplatz in Walporzheim aufgrund des fehlenden Flutlichts und der anfälligen Rasenfläche zum Training nur von Mitte Juli bis Ende Septelber sowie von Anfang April bis Ende Mai. Spielbetrieb am Wochenende ist zusätzlich je nach Wetterlage und Zustand des Platzes auch im Oktober und März möglich.

Somit wird der Sportplatz in Bachem von uns vom Oktober bis März und vom Juni bis Mitte Juli benötigt, um einen geordneten Spiel- und Trianingsbetrieb zu gewährleisten. Durch Wegfall des Sportplatzes Bachem würde die SG Bachem/Walporzheim einen großen Teil ihrer sportlichen Heimat verlieren. Wenn die verschiedenen Mannschaften in der Winterzeit auf verschiedene Sportplätze verteilt würden, hätte dies negative Folgen für den Zusammenhalt unserer Spielgemeinschaft. Ein Fußballverein braucht eine Heimstätte und somit einen festen Sportplatz. Durch Wegfall des Bachemer Sportplatzes würde uns diese genommen und somit auch der Zusammenhalt, der die SG Bachem/Walporzheim seit Jahren auszeichnet. Wir bitten dies bei Ihrer Stimmabgabe am Montag und auch bei zukünftigen Sportstädten-Entscheidungen zu berücksichtigen.

Für die Zukunft wünschen wir uns auch eine bessere Informationspolitik durch die Stadtverwaltung. Es ist zwar richtig, dass es von Seiten der Stadtverwaltung vor mehr als einem Jahr insgesamt drei Treffen mit den Vereinen stattgefunden haben. Dort wurden aber nur Daten aufgenommen, Wünsche geäußert, welche wohl Grundlage für die Analyse der Sportakademie sind. Auch wurde besprochen, dass es sein könne, dass einer der Sportplätze für das neue Schwimmbad weichen müsse.

Ein viertes Treffen wurde von Seiten der Stadtverwaltung aufgrund Krankheit eines Mitarbeiters der Stadt abgesagt mit dem Hinweis, dass ein neuer Termin bekannt gegeben würde. Dieses vierte Treffen hat jedoch niemehr stattgefunden.

Gerne hätten wir vor Weiterreichung der Sportentwicklungsanalyse an die Stadtratsmitlieder der Stadtverwaltung unsere Sichtweise dazu dargestellt. Warum wurde uns diese nicht früher zugänglich gemacht? Warum wurde kein Vereinsvertreter geladen, als der oder die "Analysten" die Sportstätten besichtigt haben? Man hätte einige Dinge diskutieren und klären können, insbesondere die hanebüchene Aussage, ein Training ab 16 Uhr wäre möglich, oder durch Training am Wochenende könnten neue ehrenamtliche Traiiner gefunden werden.

Im Sinne der Steuerzahler hoffe ich, dass diese Sportentwicklungsanalyse nicht zu viel Geld gekostet hat, denn letztendlich wurde sie nur aus Zahlen der Stadtverwaltung erstellt. Dies hätte jeder Auszubildende im Rathaus sicherlich kostengünstiger zusammenstellen und erläutern können. Einzig die Hinweise zu einem möglichen Kleinspielfeld-Sportanlage in Bachem sind eine eigene Leistung der Sportakademie.

Fazit: Wir fühlen uns aufgrund der fehlenden Informationen vor vollendete Tatsachen gestellt. Mit unseren Sorgen scheinen wir mit unseren knapp 1000 Vereinsmitglieder wohl eine zu kleine Gruppe zu sein, als dass man deren Interessen im Vorfeld einer solch wichtigen Entscheidung eindringlich prüft. Wir sehen durch die drohende Entscheidung gegen den Sportplatz Bachem und die nicht aufgezeigten Perspektiven mittelfristig den Fortbestand des SV Bachem und vor allem die damit verbundene , weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannte und erfolgreiche Jugendarbeit der SG Bachem/Walporzheim als bedroht an.

Abschließen möchte ich mit der Bitte an die jeweiligen Stadtratspartien, diese Mitteilung auch die Stadtrastmitglieder Hans Boes, Christoph Richter, Andreas Schmickler, Klaus Schneider und Erich Stadtfeld weiter zu leiten, da mir deren E-Mail-Adressen nicht bekannt sind. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Reiner Ehlen

Jugendleiter SV Germania Bachem
Graf-Are-Str. 6
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

0177-5480160
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Reiner



Anzahl der Beiträge : 1982
Anmeldedatum : 07.01.08

BeitragThema: Re: Stellungnahme des Vorstand des SV Bachem   Mo 23 März 2015, 00:08




Um unsere Stellungnahme zu Punkt 4 oben mit Bildern zu bestätigen: Wo sollen all diese Autos parken, wenn man den pfiffigen Analysten der Sportakademie folgt ?


auf Seite 9 steht zum Sportplatz Walporzheim

Zusätzlich steht angrenzend eine Trainingsfläche mit Tennenbelag zur Verfügung. ....

Der Tennenplatz, der auch als öffentlicher Bolzplatz dient, müsste bei einer intensiveren Benutzung einer intensiveren Pflege und ggf. Erneuerung unterzogen werden. Zudem sollte dann die punktuelle Nutzung als Parkplatzfläche möglichst entfallen."

Der Tennenvorplatz in Walporzheim ist aufgrund der Größe, seiner Beschaffenheit sowie unter anderem aufgrund der mangelhaften Umzäunung für ein fundiertes Sportträining nicht nutzbar, selbst nach einer Erneuerung des Tennenfeldes. Zudem ist Nutzung als Parkplatzfläche aufgrund der ansonsten fehlenden Parkmöglichkeiten zwingend erforderlich. Es würden sicherlich massive Anwohnerbeschwerden folgen, wenn die Besucher des Sportplatzes in der angrenzenden Ahruferstraße ihre Parkmöglichkeiten suchen würden.






Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Reiner



Anzahl der Beiträge : 1982
Anmeldedatum : 07.01.08

BeitragThema: Re: Stellungnahme des Vorstand des SV Bachem   Mo 23 März 2015, 22:42

Der Stadtrat hat heute Abend entschieden.

Bei der Stadtratssitzung fehlten entschuldigt die Stadtratsmitglieder Rainer Jakobs (Wählergruppe Jakobs), Ursula Koll (SPD), Renate Knieps (CDU) und Hellmut Meinhof (FDP), so dass diese nicht abstimmen konnten.

Bürgermeister Guido Orthen sprach sich ein seinen einleitenden Worten für den Standort Bachem als neuen Standort für das Schwimmbad aus und erklärte unter anderem, dass Kritik an der Sportentwicklungsanalyse der Sportakademie nicht angebracht sei.

Für die CDU erklärte Christoph Kniel, dass die Fraktion nicht geschlossen abstimmt, sondern jedes CDU-Fraktionsmitglied gemäß der jeweiligen persönlichen Meinung abstimmen wird.

Für die SPD erklärte Werner Kasel, dass seine Fraktion für den Standort Bachem abstimmen wird.

Für die FWG erklärte Gregor Sebastian, dass seine Fraktion für den Standort Bachem abstimmen wird.

Für die Grünen/Bündnis 90 erklärte Christoph Scheuer, dass seine Fraktion beantragt, dass das Schwimmbad am bisherigen Standort des TWIN verbleiben soll.

Für die Wählergruppe Jakobs stellte Dr. Jürgen Lorenz den Antrag, die Entscheidung über den Standort zu vertagen, da u.a. die Vorabinformation der betroffenen Vereine unzureichend war.

Für Die Linke stellte Wolfgang Huste den Antrag, dass das Schwimmbach am bisherigen Standort des TWIN verbleiben soll.

Für die FDP wurde keine Stellungnahme verkündet, da ihr Vertreter Hellmut Meinhof entschuldigt fehlte.

Es folgte die Abstimmung über die einzelnen Anträge:

Der Antrag der Wählergruppe Jakobs, die Standortentscheidung zu vertagen, erhielt nur 1 Ja-Stimme und wurde somit abgelehnt.

Der Antrag der Grünen und der Linken, dass das Schwimmbad am bisherigen Standort des TWIN verbleiben soll, erhielt nur 8 Ja-Stimmen und wurde somit abgelehnt.

Als letzter Antrag wurde somit über den neuen Standort entschieden:
-Für den Standort Apollinaris-Stadion gab es keine Stimme
-Für den Standort Ahrweiler Ahrstadion gab es 8 Stimmen
-Für den Standort Sportplatz Bachem gab es 22 Stimmen
-Enthaltungen gab es 3

Somit wurde als Standort für den möglichen Schwimmbad-Neubau der Sportplatz in Bachem bestimmt, wobei dieser Neubau laut Bürgermeister Guido Orthen nur erfolgen kann, wenn Kreis und Land sich an den voraussichtlichen Kosten von 10 Millionen Euro beteiligen werden.

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Reiner



Anzahl der Beiträge : 1982
Anmeldedatum : 07.01.08

BeitragThema: Re: Stellungnahme des Vorstand des SV Bachem   Mi 17 Jun 2015, 23:02

Der SV Bachem ruft alle familien- und sportfreundlichen Bürgerinnen und Bürger dazu auf, am kommenden Montag, 22. Juni 2015, 18 Uhr, an der Protestaktion am Rathaus Bad Neuenahr zum Erhalt des Twin und somit auch des Sportplatzes in Bachem teilzunehmen. Die Mitgliederversammlung des SV Bachem hat am gestrigen Abend mit großer Mehrheit beschlossen, dass unser Verein die Bürgerinitiative "Rettet unser Twin" unterstützt.

Informationen zur Bürgerinitiative und zur Protestaktion unter:
http://rettet-das-twin.de/




Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Admin
Admin


Anzahl der Beiträge : 41
Anmeldedatum : 06.01.08

BeitragThema: Re: Stellungnahme des Vorstand des SV Bachem   Mi 17 Feb 2016, 23:39

Die folgende Stellungnahme hat der Vorstand des SV Bachem heute an die Mandatsträger im Stadtrat weitergeleitet bezüglich der von der Stadtverwaltung veröffentlichten Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe Sportplätze. Der Vorstand des SV Bachem bittet seine Mitglieder, diese Stellungnahme an möglichst viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt weiter zu leiten. Vielen Dank.

----------------------------------------------------------------------
Stellungnahme des SV Bachem zu den von der Stadtverwaltung veröffentlichten Handlungsempfehlunge​n der Arbeitsgruppe Sportplätze

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Orthen,
sehr geehrter Herr Beigeordneter Koch,
sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,

inzwischen liegt Ihnen sicherlich die von der Stadtverwaltung veröffentlichten Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe Sportplätze vor, siehe auch
http://stadt.bad-neuenahr-ahrweiler.de/sv_bad_neuenahr_ahrweiler/Aktuelles/Aktuelles/Handlungsempfehlungen%20der%20AG%20Sportpl%C3%A4tze/

Der SV Germania Bachem schließt sich diesen Empfehlungen nicht an, da die von Herrn Henn verfassten Formulierungen in den Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe Sportstätten uns nicht deutlich genug erscheinen und wichtige Fakten der Diskussion unter den Vereinen nicht berücksichtigt wurden.

Der SV  Bachem vertritt die folgenden Standpunkte:


1.) Die fußballspielenden Vereine der Stadt sind sich einig, dass die Spielfelder an den Sportplätzen in Bachem und in Ahrweiler in ihrer derzeitigen Größe erhalten bleiben müssen.

2.)  Im Hinblick auf die nicht vorhersehbaren zukünftigen Anforderungen bezüglich der Integration von Flüchtlingen ist es fahrlässig, gut ausgelastete Sportstätten wegfallen zu lassen.

3.) Die Trainingszeiten sind gemäß dem Belegungsplan-Entwurf von Herrn Henn nur auf dem Papier, aber nicht in der Praxis kompensierbar, so dass eine Zustimmung  der Vereine zum Belegungsplan-Entwurf nicht erfolgt ist.

4.) Es ist für einen Breitensport-Fußballverein wie dem SV Bachem für seinen Fortbestand unverzichtbar, eine Heimat zu haben. Diese Heimat würde dem Verein bei Wegfall des Sportplatzes genommen.

5.) Es gibt aus unserer Sicht genügend städtische Flächen, welche als Bauland ausgewiesen werden können und für eine Wohnbebauung auch bei der Höhe des zu erzielenden Verkaufserlöses deutlich attraktiver sind als der Sportplatz Bachem.

6.) Die Argumente, die zugunsten des Standortes für einen Schwimmbadneubau am Bachemer Sportplatz sprachen (Zentralität, viele Schulen in der Nähe), gelten ebenso bei der Entscheidungsfindung zugunsten der Erhaltung oder Aufwertung des Sportplatzes Bachem.

7.) Wir denken, dass die Kosten für einen Umbau des bestehenden Sportplatzes in Bachem zu einem Kunstrasenfußballplatz deutlich günstiger sind als in der Summe die von der Stadtverwaltung angedachten Ausgleichsmaßnahmen an anderen Orten.

8.) Wir halten es für offen, ob die angedachten Maßnahmen der Stadtverwaltung (Kleinspielfeld in Bachem, Flutlicht in Walporzheim) in diesem Maße genehmigungsfähig und somit durchführbar sind. Solange diese Fragen nicht geklärt sind, darf der Verkauf des Sportplatzes Bachem nicht beschlossen werden.


Nachfolgend möchten wir die o.g. Standpunkte erläutern und hoffen, Ihr Interesse für die Nöte des SV Bachem und somit vieler sportbegeisteter Bürgerinnen und Bürger geweckt zu haben.

Als Hauptergebnis unser Arbeitsgruppe ist deutlich festzuhalten, dass sich alle fußballspielenden Vereine, welche an der Arbeitsgruppe teilgenommen haben, einig sind, dass die Spielfelder an den Sportplätzen in Bachem und in Ahrweiler in ihrer derzeitigen Größe erhalten bleiben müssen.

Insbesondere im Hinblick auf die nicht vorhersehbaren zukünftigen Anforderungen bezüglich der Integration von Flüchtlingen ist es fahrlässig, gut ausgelastete Sportstätten wegfallen zu lassen und somit das Fortbestehen von Breitensportvereinen wie dem SV Bachem zu gefährden.

Es ist zudem in den Handlungsempfehlungen nicht erwähnt, dass die Vereine mit den von Herrn Henn erstellten Belegungsplänen nicht einverstanden sind. Die Belegungsvariante "ein Verein/ein Tag" ist eine Bedingung der Vereine für die Erstellung eines Belegungsplans. Ansonsten sind die für die Durchführung der Meisterschaftsrunde erforderlichen Spielansetzungen an Wochentagen nicht möglich. Die Gründe hierfür wurden ausführlich und einvernehmlich zwischen den Vereinen diskutiert.

Es ist für einen Breitensport-Fußballverein wie dem SV Bachem für seinen Fortbestand unverzichtbar, eine Heimat zu haben. Ein Fußballplatz, der mit anderen Vereinen geteilt werden muss, bedeutet für alle Beteiligten zusätzlichen Arbeitsaufwand und auch Streitigkeiten, was den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern der Vereine nicht zuzumuten ist.

Die Trainingszeiten sind gemäß dem Belegungsplan-Entwurf von Herrn Henn nur auf dem Papier, aber nicht in der Praxis kompensierbar. Die klare Vorgabe aller Vereine: "Ein Tag = ein Verein" (besser "ein Platz = ein Verein") ist nicht erfüllt. Es gibt kein Entwicklungspotential für Mannschaftszuwächse. Z.B. hat die SG Bachem/Walporzheim seit Januar 2016 eine zusätzliche 2. F-Junioren-Mannschaft im Spielbetrieb angemeldet.

Es ist in den letzten fünf Monaten Herrn Henn als Moderator und Experte dieser Arbeitsgruppe wie von ihm selbst in der Handlungsempfehlung angedeutet nicht gelungen, einen akzeptablen Belegungsplan zu erstellen. So wurde z.B. unserer F-Jugend ein Trainingszeit am Freitag zugeteilt, obwohl freitags i.d.R. alle F-Jugend-Mannschaften im Meisterschaftsspielbetrieb gefordert sind. Wir bezweifeln daher, dass dies zukünftig ohne Expertenunterstützung sogar binnen weniger Wochen möglich wäre. Dies wäre aufgrund der jeweils im Sommer wechselnden Mannschaftsstärken und Bedürfnisse der Fußballvereine aber erforderlich.

Zur Finanzierung des Neubau TWIN:

Wir sind verwundert, dass bei der Präsentation des sogenannten "Runden Tisches" zur Gegenfinanzierung des TWIN-Neubaus der Verkauf des Sportplatzes Bachem an oberste Priorität gesetzt wurde.

Es gibt aus unserer Sicht genügend städtische Flächen, welche als Bauland ausgewiesen werden können. Als Beispiel sei die Pius-Wiese genannt, welche maximal einmal im Jahr als Zirkuswiese und ansonsten als Hundespielplatz genutzt wird. Die bevorzugte Lage dieser Fläche würde für eine Wohnbebauung sicherlich auch einen deutlich höheren Verkaufserlös erzielen als der Sportplatz Bachem zwischen Umgehungsstraße und Schulgelände.

Verärgert hat uns aber vor allem das Zustandekommen der o.g. Priorisierung. Obwohl die "Arbeitsgruppe Sportstätten" noch mitten in den Beratungen war, hat der Runde Tisch mit sieben Stadtratsmitgliedern (davon sogar drei aus dem Sportausschuss) bereits im Dezember eine Priorisierung mit dem Verkauf des Sportplatzes Bachem ausgesprochen, ohne das Ergebnis der "Arbeitsgruppe Sportstätten" zu kennen und zu bewerten.

Ebenso wurde von Bürgermeister Orthen im Kinder- und Jugendforum im November die Aussage getätigt, dass der Sportplatz in Bachem zur Gegenfinanzierung verkauft wird (siehe Seite 75 im Beteiligungsverfahren TWIN: Abschlussbericht). Somit hatte sich auch der Bürgermeister bereits festgelegt, ohne das Ergebnis der "Arbeitsgruppe Sportstätten" zu kennen und zu bewerten.

Zudem gab es im Bürgerforum gemäß Protokoll folgende Wortmeldung: "Ein Teilnehmer einer Arbeitsgruppe, die einen Verkauf des Bachemer Geländes nur unter der Bedingung akzeptieren würde, dass der dortige Sportplatz erhalten bleibe, sieht diese Position in der Endpräsentation nicht deutlich genug repräsentiert. Herr Sellke erläutert, dass festgehalten worden sei, dass diese Gruppe gegen den Verkauf des Sportplatzes sei, die anderen Gruppen jedoch dafür. Der Fragesteller bittet um eine Abstimmung im Plenum, da seiner Wahrnehmung nach die Mehrheit den Sportplatz erhalten wolle. Herr Sellke und Herr Fritz lehnen dies ab, da ein solches Vorgehen im Rahmen der Bürgerbeteiligung nicht zielführend sei."

Wir halten dieses Verhalten der Moderatoren für äußerst fragwürdig.

Auch der SV Bachem hätte sich gerne an den Diskussionen beteiligt. Eine entsprechende Anfrage, als betroffener Verein ebenfalls am "Runden Tisch" teilnehmen zu dürfen, blieb seinerzeit jedoch unbeantwortet."

Positiv erwähnen wir gerne, dass Bürgermeister Guido Orthen Ende Januar 2016 den Vorstand des SV Bachem zu einem persönlichen Gespräch eingeladen hat, wenngleich wir uns dies deutlich früher gewünscht haben. In diesem Gespräch nahm er sich für uns Zeit und schenkte unseren Argumenten Gehör. Dafür möchten wir uns auch an dieser Stelle noch einmal bedanken.


Zu den angedachten Maßnahmen zur Verbesserung der Sportstätten


Natürlich stimmen wir zu, dass die Qualität der Sportstätten verbessert werden soll.

Wir behaupten jedoch, dass die Kosten für

- Umbau des bestehenden Sportplatzes in Bachem zu einem Kunstrasenfußballplatz oder Kunstrasenfußball- und Hockeyplatz in Großfeldgröße.

deutlich günstiger sind als in der Summe die von der Stadtverwaltung angedachten Maßnahmen

- Neubau eines Kleinsportfeldes mit den Maßen 50 mal 70 Meter inklusive Flutlicht, Ballfangzaun, Lärmschutz, Drainage auf einer nicht vorbereiteten Fläche (z.B. Schulhof in Bachem)

- Neubau von Umkleide- und Lagergebäuden für Trainingsmaterial im Apollinaris-Stadion Bad Neuenahr

- Teilweise Verlegung von Hybrid-Rasen auf dem Sportplatz Walporzheim

- Ausbau der Flutlichtanlage in Walporzheim für eine Nutzung des gesamten Platzes (derzeit nur zur Hälfte)

Wir bitten die Stadtverwaltung, vor einer Entscheidungsfindung für beide Varianten einen Kostenvergleich unter Berücksichtigung aller Fördermöglichkeiten zu erstellen.

Die Argumente, die zugunsten des Standortes für einen Schwimmbadneubau am Bachemer Sportplatz sprachen (Zentralität, viele Schulen in der Nähe), gelten ebenso für die Entscheidungsfindung, welcher Tennen-Sportplatz als nächstes in einen Kunstrasen umgewandelt werden sollte bzw. dass diese Sportstätte auf jeden Fall zumindest erhalten bleiben muss.

Das Ergebnis und der Nutzen für die sportbegeisterten Bürger (Großspielfeld in Bachem) wäre bei niedrigeren Kosten besser als die hier vorgeschlagende Variante (Kleinspielfeld in Bachem und Neubau von Gebäuden in Bad Neuenahr).

Wir denken, dass die SG Bachem/Walporzheim als zweitgrößte Fußballgemeinschaft in der Stadt bei zukünftigen Sanierungen von Sportstätten eine Berücksichtigung verdient hat. Zur Zeit haben wir 9 Junioren-Mannschaften mit 140 Kindern sowie 2 Senioren-Mannschaften und 3 Alte-Herren-Teams im Spiel- und Trainingsbetrieb. Wir sind in den letzten beiden Jahrzehnten stetig gewachsen. Zum Vergleich: In 1994 hatten wir 2 Junioren-Teams mit 25 Kindern sowie 2 Senioren-Mannschaften, 2 Alte-Herren-Mannschaften. Wir denken, dass diese erfreuliche Entwicklung im Sinne der Jugendarbeit unserer Stadt alles andere verdient hat als die Streichung einer Sportstätte und somit der Sportplatz in Bachem zumindest in seiner derzeitigen Größe erhalten bleiben muss.

Wir halten es für offen, ob die angedachten Maßnahmen der Stadtverwaltung (Kleinspielfeld in Bachem, Flutlicht in Walporzheim) in diesem Maße genehmigungsfähig und somit durchführbar sind. Solange diese Fragen nicht geklärt sind, darf der Verkauf des Sportplatzes Bachem nicht beschlossen werden.

Verwiesen sei an dieser Stelle auch an die Äußerung von Martin Weinitschke (Geschäftsführer Sportbund Rheinland) auf der "Sportpolitischen Veranstaltung der CDU-Landtagsfraktion" am 19.11.2015 in Bad Neuenahr, zu der die MdL Guido Ernst und Horst Gies geladen hatten. Weinitschke sagte, "dass es nicht sein darf, dass Sportplätze wegfallen und auf diesen Flächen Wohnhäuser gebaut werden." Von Herrn Ernst und Herrn Gies gab es diesbezüglich keine Gegenäußerung. 

Bei allen Kostenargumenten bitten wir abschließend noch folgendes Berechnungsbeispiel zu berücksichtigen:

Die SG Bachem/Walporzheim stellt 15 ehrenamtliche Trainer und Betreuer für die Jugend unserer Stadt. Kostenaufwand für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler für gering geschätze 8 Stunden pro Ehrenämtler und Woche: NULL Euro.

Bei Wegfall des Sportplatzes Bachem ist aus unserer Sicht die Jugendarbeit der SG Bachem/Walporzheim massiv bedroht. Es ist nicht auszuschließen, dass einige unserer Ehrenämtler frustriert ihre Tätigkeit beenden werden. Wöllte die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler den Wegfall dieser Ehrenämtler durch hauptamtliche Jugendpfleger kompensieren, müsste sie dafür bei geschätzten 3 erforderlichen Mitarbeitern ein Lohnaufkommen von vorsichtig geschätzen 120 TEUR pro Jahr aufbringen.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und bitte Sie, unsere Argumente bei Ihrer Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Abschließend bitten wir die jeweiligen Fraktionen, diese Stellungnahme auch an die Stadtratsmiglieder Erich Stadtfeld, Klaus Schneider, Andreas Schmickler, Christoph Richter und Hans Boes weiterzuleiten, da uns deren E-Mail-Adressen nicht vorliegen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Moog und Uwe Krüger

für den Vorstand des
SV Germania Bachem 1911 e.V.
Leonardusstr. 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Kontakt: Markus Moog, 0163-8765924, vorstand@svbachem.de
Kontakt: Uwe Krüger, 0151-23436316, vorstand@svbachem.de
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://bawa.forumieren.de
 
Stellungnahme des Vorstand des SV Bachem
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
SG Bachem/Walporzheim :: ZUKUNFT SPORTSTÄTTEN BAD NEUENAHR-AHRWEILER :: Zukunft Sportstätten Bad Neuenahr-Ahrweiler-
Gehe zu: